Nina Elflein: Sommerpause

Foto: Nina Elflein
Foto: Nina Elflein

Etwas hat sich verändert: mein Gefühl zur Pandemie.

 

Die Ereignisse scheinen sich zu wiederholen. Jetzt ist es nicht mehr Leipzig, sondern heute wird in Berlin gegen die "Corona Diktatur" demonstriert. Wieder sind Ferien, dieses Mal zwar ohne Risikogebiete, aber mit neuen Einreisebestimmungen. Nach den Ferien wird das Thema Schule, Präsenzunterricht, Wechselunterricht und Testen erneut auf dem Tisch liegen. Das ist alles nicht mehr neu, aber mein Gefühl dazu ist ein anderes und somit hat sich auch mein Umgang mit dieser Pandemie verändert. Ich habe nicht mehr den Drang alles zu beschreiben, aufzuzeigen und neu zu sortieren. Vielleicht habe ich jetzt meinen Platz in dieser Zeit mit der Pandemie gefunden.

 

Mir ist in den letzten 1 1/2 Jahren aufgefallen, wie wichtig mir wertschätzende Kommunikation ist. Mittlerweile lege ich sehr großen Wert darauf, Beschreibungen und Bewertungen - die meistens Abwertungen sind - voneinander zu trennen und das auch sprachlich aufzuzeigen. Zudem habe ich festgestellt:

 

Ich will nicht gegen andere kämpfen, sondern lieber für mich entscheiden.

 

Ich habe Lust meinen Blick auf das Schöne zu konzentrieren und meine Kraft in das, was mich voran bringt zu investieren. Deswegen war ich heute auch lieber Fahrrad fahren, anstatt hier am Morgen einen Text zu veröffentlichen. Ich hatte kurz überlegt "Über Menschen" von Juli Zeh zu schreiben, obwohl mir „Identitti“ von Mithu Sanyal viel mehr zusagt. Ich hatte überlegt von einem der beiden Büchern zu erzählen, weil die Erzählungen so nah an unserer Zeit und unserem Zeitgeschehen sind, dass Corona darin vorkommt. Doch „Über Menschen“ kann auch gut ohne die Pandemie erzählt werden und „Identitti“ sowieso. Deswegen war ich lieber auf dem Rad, denn hei:

 

Ich genieße mit Wonne die schöne Aussicht.

Die Wetterau ist echt ein Traum und die Wolken erst <3 

Zeit für eine Sommerpause.

 

 

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