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Sigrun Miller: Geschafft!

Bild: Sigrun Miller
Bild: Sigrun Miller

Ich bin eine (endlich) zweimal Covid-19 geimpfte deutsche Staatsbürgerin. Wen könnte ich jetzt damit beeindrucken, beziehungsweise einfach mal besuchen oder zum Kaffeetrinken einladen?

 

Nein, ich werde niemandem mit meinem Impferfolg einschüchtern, nur, wenn mich jemand locker befragt: Hast du schon die zweite Impfung erh. . .?“ Dann werde ich so ganz nebenbei und unaufgeregt erwähnen: „Ja, vor kurzem haben sie mich erlöst und mir die Nadel gegeben.“

 

Ha! Ich könnte meine Freunde in Frankreich besuchen, oder meine früheren Kollegen in U.S.A., oder meine Verwandten in Meck-Pomm. Aber allein der Gedanke an die vielen Reisemöglichkeiten lässt mich wohlig erschauern und Pläne hin- und herschieben.

 

Möchten Sie wissen, wie sich das Ganze abgespielt hat? Ich hatte bei meinem Hausarzt um 10.15 einen Impftermin erhalten, um 10.10 stand ich vor dem freundlichen Personal in der Aufnahme. Man begrüßte mich mit ein paar persönlichen Worten und bat mich, im Wartezimmer Platz zu nehmen. Es dauerte keine drei Atemzüge, bis ich ins Labor gerufen wurde. Ich saß kaum auf dem bereitgestellten Stuhl, als die Laborantin schon mit der Spritze auf meine Schulter deutete. Ärmel hochheben, Nadel rein, Pflaster drauf.

 

„Vielen Dank, ja, mir geht's gut, einen schönen Tag noch!“ Wenn doch alle Pflichtübungen für die Gesundheit so schnell und einfach verliefen!

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