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Valentina Dietrich: April

Foto: Valentina Dietrich
Foto: Valentina Dietrich

Ein altes Sprichwort lautet „Der April, der macht was er will“. In den letzten Jahren geriet es jedoch etwas in Vergessenheit. Das Aprilwetter verhielt sich relativ normal, ohne Kapriolen und zeigte sich sogar einige Tage von seiner sonnigen Seite. Doch dieses Jahr macht der April seinem Namen alle Ehre. Das kündigte sich schon im Winter an, als es wochenlang kalt war und Schnee lag, eine seltene Wetterlage, die sich rar gemacht hatte. So nun auch der April: Pünktlich zu Ostern gab es Sonne, Wolken, Wind und Schnee. Die Wetterfachleute sprechen von einem „gewöhnlichen“ Wetter, aber ich finde es einfach nur unangenehm. Nicht nur die plötzliche Kälte, sondern auch die Planungsunsicherheit, ob man nun für den Spaziergang die Winterstiefel oder die Sneakers braucht, kann ganz schön nervig sein. Trotzdem stimmt es mich fröhlich, dass sich der April von seiner ungastlichen Seite zeigt, denn so soll es ja auch sein, wir sind es nur nicht mehr gewöhnt. Neulich unterhielt ich mich mit einer Freundin über die Wetterveränderungen seit dem Corona Lockdown letztes Jahr. „Vielleicht wird unser Klima wieder so, wie es vor langer Zeit war, mit richtigen Sommern und Wintern, weil weniger Flugzeuge fliegen und aufgrund des Homeoffice viele ihr Auto stehen lassen“, meinte sie. Das klang nach einer logischen Erklärung. Genau wissen werden wir es wohl erst in vielen Jahren, wenn darüber etwas in den Geschichtsbüchern steht

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