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Sigrun Miller: Das englische Virus

Foto: Petra Ihm-Fahle
Foto: Petra Ihm-Fahle

Es hat uns eingeholt!  Laut neuester Nachrichten hat es uns nicht nur eingeholt, sondern sogar überholt, weil es an Zahl, Wirksamkeit und furchteinflößender Bedeutung unser bisheriges, chinesisches Virus-Geschehen um einiges übertrifft. Es soll ansteckender, schneller (gibt es einen Komparativ für tödlich?) und gefährlicher sein. 

 

Die Nachrichten-Moderatoren werfen der Regierung Versagen in der Corona-Krise vor: Zu zögerlich, zu langsam, ohne ernsthaftes Engagement. Energisches Handeln entdeckt man beinah nur im Einsatz für Maskengeschäfte mit erklecklichem Gewinn. Sollte ich wiedergeboren werden, werde ich Politiker.

 

Da meine Anmeldung zur Corona-Impfung schon vier Wochen zurückliegt und man mir damals einen Impftermin innerhalb von drei bis vier Wochen versprochen hatte, entschied ich heute, da dieser Zeitraum vergangen war, mich noch einmal um einen Termin zu kümmern und mich nach der entsprechenden Sachlage zu erkundigen.

 

Eine freundliche Dame fragte mich nach meiner Vorgangskennungsnummer. Die konnte ich ihr nicht nennen, da ich bei meiner ersten Anmeldung keine bekommen hatte. Ich gab ihr meine persönlichen Daten, sie suchte, fand mich auf der entsprechenden Liste und gab mir eine Nummer.

 

Das alles dauerte 15 bis 20 Minuten, und ich war froh, dass ich schließlich ein Impfkandidat mit Nummer war. Sie versprach mir, dass ich zeitnah die Benachrichtigung erhalten würde.

 

Nun hoffe ich, dass mich die englische Mutante nicht vor dem versprochenen Impftermin einholt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Dorothea (Samstag, 27 März 2021 17:14)

    Das Versprechen habe ich vor einem Monat bereits auch bekommen. Bis jetzt aber hat sich nichts getan..