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Petra Ihm-Fahle: Im Kurpark

Foto: Petra Ihm-Fahle
Foto: Petra Ihm-Fahle

Was den Menschen zur Zeit bleibt, ist die Natur. Das zeigt sich auch im Bad Nauheimer Kurpark, der an den Wochenenden besonders stark frequentiert ist. Einige Male habe ich das Weite gesucht, als ich mich sonntags dort aufhielt.

 

Man hat teilweise das Gefühl, den meisten Spaziergängern ist Abstandhalten völlig egal. Sie kommen als Paar, in Gruppen entgegen und denken nicht daran, mal hintereinanderzugehen. Kürzlich wollte ich einen Artikel über diese Situation schreiben, erlebte allerdings den Vorführeffekt. Es war sonnig, aber eiskalt, die Böden waren gefroren und deshalb ein Ausweichen neben den Weg völlig unproblematisch. Ich genoss den Aufenthalt und schrieb einen positiven Bericht. 

 

Tags darauf war es wärmer, der Boden matschig und ich merkte, dass Ausweichen wieder mehr nervte. Insofern bat ich den Redakteur, meinem Artikel noch einen Satz hinzuzufügen.

 

An den Werktagen ist es im Kurpark im Grunde aber angenehm, es ist recht leer, abgesehen von einigen Nadelöhren, an denen es sich stauen kann. Beim Waffelverkäufer beispielsweise, den ich beobachtete, wie er unmaskiert mit Kunden spricht. 

 

Was soll's, genießen - nicht aufregen. Dazu ist unsere Natur zu schön: das Vogelzwitschern, Entenquaken, Rauschen der Usa und die gepflegten Flächen. Sicherheitshalber sollte man aber eine Maske dabeihaben und an den Nadelöhren aufsetzen.    

Foto: Petra Ihm-Fahle
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