· 

Sigrun Miller: Der Freud'sche Versprecher

Bild: Gino Crescoli auf Pixabay
Bild: Gino Crescoli auf Pixabay

oder:  Wenn das „h“ sich davonmacht.

 

Am letzten Samstag wollte ich Sie mit einem Bericht unterhalten, in dem ich dem geneigten Leser meine Situation zuhause beschrieb, wenn meine fleißige Haushilfe zu mir kommt, um mich bei bestimmten Hausarbeiten zu entlasten, weil ich unfallbedingt unter verschiedenen Bewegungsproblemen leide. An einem gewissen Punkt versuchte ich zu erklären, warum ich mich entfernte, damit meine Putzfreundin ungestört ihren Aufgaben nachgehen konnte.

 

Ich sagte:“ Ich griff nach meinen Gehhilfen und verschwand in mein Büro.“ Im Text habe ich das nicht so gesagt, sondern: „Ich griff nach meinen Gehilfen und verschwand in mein Büro.“ Als ich am späten Abend noch einmal im Shutdown Blog meinen Beitrag las und an diese Stelle kam, musste ich so laut lachen, dass – so vermute ich – noch drei Häuser weiter meine Nachbarn aus ihren Betten fielen.

 

Wie konnte ich nur einen derartigen Fehler machen, der dem Leser einen solchen Anstoß zu lasterhaften Gedanken gibt? Ich habe nur eine Erklärung: „Corona hat versucht in mein Gehirn zu schleichen, um mich zu verwirren, ich habe mich heftig gewehrt, es hat sich gerächt.“

 

Eigentlich bin ich ein seriöser Mensch, die momentane Situation, jedoch, mit anderen Worten, die Pandemie mit ihren negativen Lageberichten, verleitet mich hin und wieder zu einer Glosse, wie die obige.

 

Ich wünsche allen einen schönen Tag mit fleißigen Gehilfen!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0