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Dagmar Reichardt: Schnee - das neue Freizeitvergnügen

… oder sollte ich sagen: das neue Massenvergnügen? Es scheint so, als ob sich alle Menschen, Groß und Klein, zurückbesonnen, die alten Schlitten aus dem Keller geholt und wieder fit gemacht haben. Es ist ja auch niemandem zu verdenken: Welche Freizeitbeschäftigung ist denn in diesen Tagen eigentlich noch möglich? Laufen und wandern? OK. Fahrradfahren? Bei dieser Kälte, naja. Weiter oben im Taunus, in der Rhön oder im Vogelsberg, da lockt die weiße Landschaft. Dazu ein optimales Wetter mit Sonne pur. Da hält es einfach niemanden mehr auf dem Sofa.

 

„Voll retro“, sagen die einen, voll cool“, die anderen. Aber alle freuen sich über diese gelungene und gesunde Abwechslung zum trüben Wintergrau im beheizten Zuhause. Keine Skilifte, die uns in die Alpen und ins Allgäu ziehen. Nur um die Ecke für fantastische Naturerlebnisse. Das Glück ist so nah.

 

Übrigens: Es gibt viel mehr Hänge und Hügel, an denen man Schlitten fahren kann, als auf den einschlägigen Gipfeln. Die sind jetzt sowieso gesperrt. Wegen zu vielen Autos und Falschparkern. Nicht wegen zu vielen Schlitten.

  

Rücksicht nehmen, richtig parken und Maske tragen – und schon ist es für alle ein riesiger Spaß. Auch für die Ordnungshüter, die das Ab- und Zurechtweisen nicht zum Spaß machen.

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