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Sigrun Miller: Verimpfung

Foto: MasterTux/Pixabay
Foto: MasterTux/Pixabay

„Guten Tag. Wann, bitte, findet für Hochrisikopatienten wie mich in der nächsten Zeit die notwendige Verimpfung statt?“

 

Diese Frage stellte ich Mittwoch früh der medizinischen „Crew“! der TX-Ambulanz in Frankfurt, nachdem ich die informativen, ausführlichen Reden der drei Politiker am Dienstagabend im Fernsehen gesehen und gehört hatte.

 

Die Redner waren: Bundeskanzlerin Frau Dr. A. Merkel, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Herr Dr. Müller, sowie der Ministerpräsident von Bayern, Herr Dr. Söder. Sie hatten sich in einer Konferenz über die notwendigen Verschärfungen, bzw. Intensivierungen der Shutdown-Einschränkungen geeinigt und versucht, die Ergebnisse den aufnahmewilligen Bürgern mitzuteilen.

 

Bei dem Thema „Impfen“ fiel dann öfter die Bezeichnung „Verimpfung“, was mich schließlich zum Nachdenken über Wörter mit der Vorsilbe „ver“ veranlasste, die häufig mit einem negativen „touch“ versehen sind, so wie „verlegen, verteidigen, verlieben, verheiraten, vergraulen, verkommen, etc.“

Nun habe ich, so meine Vermutung, in ein Wespennest gestochen, nehme meine obige Vermutung wieder zurück und hoffe, dass ich bald zur Verimpfung eingeladen werde.

 

Natürlich freue ich mich auf meine baldige Corona-Impfung und die damit verbundene neue Freiheit, die ich dann für schöne Ereignisse wie kulturelle Veranstaltungen, Besuche bei meinen Kindern und Freunden ohne schlechtes Gewissen nutzen kann.

 

Jedoch, Wörter mit der „ver“- Vorsilbe werde ich zukünftig mit Vorsicht gebrauchen und versuchen, sie durch eindeutig positive auszutauschen.

 

Ich wünsche dem geneigten Leser einen gesunden und „ver“gnügten Januar.

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