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Sigrun Miller: Geschenke, Geschenke

Foto: Petra Ihm-Fahle
Foto: Petra Ihm-Fahle

Ach ja, wir wurden vom Weihnachtsmann dieses Jahr ja wieder reichlich beschenkt! Ein Werkzeugkoffer für meine jüngste Tochter in Berlin für die neue Wohnung. Man muss ja einen Nagel in die Wand schlagen können oder in der Lage sein, ihn wieder herauszuziehen.

 

Eine Pelzmütze für die empfindlichen Ohren der Schwägerin, natürlich nicht von einem richtigen Tier! Einen Pullover und eine Flasche Rotwein für meinen unermüdlichen Gärtner und einen Schal sowie eine Flasche Champagner für die Reinemachefrau.

 

Je jünger die Beschenkten, umso öfter gab es GELD. Was mich beeindruckte: Mein Enkelsohn wünschte sich von seinen Eltern das Gehäuse für einen Computer und spart nun für die Innereien. Er ist dreizehn Jahre alt. Ich war auch brav, man schenkte mir mein Lieblingsparfum.

 

Natürlich erhielten alle meine Lieben zusätzlich eine Tüte mit selbstgebackenen Plätzchen oder einen edel verpackten Baumkuchen, je nach Vorliebe auch eine Auswahl belgischer Pralinen. Mancher freute sich auch über das berühmte Früchtebrot, das an Weihnachten meine Küche verlässt.

 

Ich erinnere mich gern an meine Kindheit: Da gab es an Weihnachten für die frisch aufgestellte Puppenküche ein neues Möbelstück. Für den Esbitherd einen kleinen Topf mit Würstchen, und es gab vom Butterplätzchenteig fein ausgeschnittene, kleine Brote und Brötchen, die bald ihren Weg in den Kindermund fanden, sowie Marzipankartoffeln und Obst. Für die Püppchen in dem schönen Haus hatte unsere Mutter nächtelang vorher Kleidchen und Bettwäsche gestrickt.

 

Mein schönstes Geschenk in diesem Jahr war ein coronafreies Weihnachten in der ganzen Familie.

 

Das wünsche ich dem heutigen Leser ebenfalls!

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