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Petra Ihm-Fahle: Wieder zu Hause

Foto: Petra Ihm-Fahle
Foto: Petra Ihm-Fahle

Seit gestern Nachmittag bin ich wieder zu Hause; ein Wagen der Krankenfahrten Wolf brachte mich heim. Die Treppe bis in den zweiten Stock habe ich kaum geschafft, da ich zu schnell hochging. So, wie ich eingeliefert worden war - im Schlafanzug, mit wirrem Haar, ungeschminkt - kam ich auch wieder zurück. Ein Bild des Jammers, aber es gibt Situationen, in denen dir so etwas egal ist.

Nun gewöhne ich mich so langsam wieder an das Leben zu Hause. Ich liege viel und versuche zwischendurch, mich zu bewegen. Das muss sein, um einer weiteren Thrombosebildung vorzubeugen.

Im Krankenhaus war ich sehr zufrieden; das Personal im Bürgerhospital Friedberg ist sehr freundlich und geduldig. Der Fahrer von "Wolf" meinte, dass es im Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim anders sei. Die Patienten würden sich auf der Heimfahrt oft beschweren. 

Nun, ich kann mich nicht beklagen.  

Was mich auch beeindruckte, sind die vielen Wünsche, die ich erhielt. Schon an einem der ersten Tage schickte mir Klaus Nissen vom "Neuen Landboten" Schokolade. Und am Montag erhielt ich einen schönen Blumenstrauß von Adela Yamini.

Vielen lieben Dank an alle, auch für die Anrufe und E-Mails. 

Gestern hatte ich noch meinen vierten Corona-Test, auch dieser negativ. Jeden Dienstag erhalten die Patienten im Bürgerhospital den Abstrich. Ein Mann, von oben bis unten verhüllt, kommt ans Krankenbett und führt es aus. Er trägt Maske, Haube, Face-Shield, Brille, einen Schutzkittel und Handschuhe. Jedes Mal lobte er mich, wie gut ich es über mich ergehen ließ. Es ist nicht sehr angenehm, da ein Wattestäbchen sehr tief in die Nase eingeführt wird. 

 

Durch den Aufenthalt wurde mir bewusst, welches Elend, welche Krankheiten es neben dieser Virus-Infektion noch  gibt. Wir dagegen denken nur noch an Corona. 

Ich habe schweres Leid miterlebt, das mit Covid-19 nichts zu tun hatte. Und auch ich war schwerkrank, mit Thrombose und Lungenembolie. Vielleicht hatte es doch was mit Corona zu tun? Durch die Einschränkungen, den Wegfall fast aller Veranstaltungen war ich nur noch wenig unterwegs, saß fast nur noch am Schreibtisch, was die Thrombose eventuell begünstigte? Spekulation. Zeitweise war ich im Krankenhaus sehr verbittert. 

Nun aber geht es wieder bergauf.  

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Kommentare: 4
  • #1

    Rita greve (Mittwoch, 23 Dezember 2020 11:37)

    Liebe Petra,
    schön, Dich wieder zu Hause zu wissen. Habe Geduld mit Dir,lass alles langsam angehen und erhole Dich gut.
    Ich wünsche Dir ein besinnliches Weihnachtsfest und ein paar schöne Stunden mit Deinem Sohn, der Dich sicherlich ein bisschen verwöhnen wird.
    Herzliche Grüße von Rita

  • #2

    Martin (Mittwoch, 23 Dezember 2020 11:42)

    � Alles Gute und weiter gute Besserung! �

  • #3

    Duechess Aitchpoint (Donnerstag, 24 Dezember 2020 02:07)

    Ich wünsche gute Besserung, ein frohes Fest und ein erfolgreiches gesundes neues Jahr 2021 mit besseren Aussichten, als was das Alte hervorgebracht hat.����

  • #4

    Jutta Sein (Freitag, 25 Dezember 2020 14:50)

    Liebe Petra, ich bin nicht so oft auf FB unterwegs und wusste daher gar nicht, dass mir Dir etwas nicht in Ordnung war. Aber schön, dass Du jetzt wieder daheim bist. Erhole Dich gut, mache langsam und lass Dich von Deinem Sohn verwöhnen. Alles wird gut. Ganz liebe Genesungswünsche von Jutta