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Ursula Luise Link: Pro und Contra

Zeichnung Doris Bauer: Protagoras aus "Werden Sie wichtig!"
Zeichnung Doris Bauer: Protagoras aus "Werden Sie wichtig!"

„Pro und Contra” …

war früher im Politikunterricht der weiterführenden Schulen eine beliebte und weit verbreitete Methode. Interessant: Bereits vor fast zweieinhalb Jahrtausenden fand der griechische Philosoph Protagoras/Platon heraus, dass es von jeder Sache zwei gegensätzliche Auffassungen gibt.

 

Entsprechend dem Lehrplan wählte der Lehrer, idealerweise den Schüler aktuell betreffende, Themen aus, heute könnte dies zum Beispiel „Impfung: Pro und Contra“ sein. Im Vorfeld der endgültigen Pro- und Contra-Diskussionsrunde erarbeiteten die Schüler die Fakten und bildeten sich auf deren Basis eine Meinung. Den Abschluss der Unterrichtsreihe bildete die Diskussionsrunde. Meist sieben Schüler fungierten als Akteure, der Rest der Klasse beobachtete und stimmte am Ende ab. Ein neutraler Moderator leitete die Diskussion, bemühte sich,  keine Haltung zum Thema zu demonstrieren, keine der vertretenen Meinungen zu bevorzugen, zum Beispiel was Redezeit oder eigene Kommentierung betraf.  

Zum Thema „Impfung gegen Corona“ haben die meisten Bundesbürger schon eine Meinung. Jeder Zweite der Befragten ist zur Impfung bereit, ergab eine Befragung im September. 

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