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Sigrun Miller: Laser

Foto: press 👍 and ⭐ auf Pixabay
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Als ich vor drei Jahren morgens um fünf Uhr mit Rückenschmerzen aufwachte, dachte ich mir dabei nichts Großes, vermutete nur, dass ich mich bei irgendeiner Hausarbeit überanstrengt hätte, vielleicht beim Kartoffelschälen.

 

Die Situation verschlimmerte sich, ich beschloss, aufzustehen und ein wenig hin- und herzulaufen. Schon bei dem Versuch, an den Bettrand zu schwingen, ahnte ich, dass etwas ganz und gar nicht stimmte, da ich meine Beine nicht bewegen konnte. Auf Knien und Ellbogen robbte ich - wie die jungen Soldaten bei der Grundausbildung - zum Telefon, um einen Notarzt sowie eine Ambulanz zu rufen.

 

Im Krankenhaus wurde ich innerhalb der folgenden drei Tage viermal an der Wirbelsäule operiert. Die Ärzte informierten mich über mein Problem: Ich litt unter einer Einblutung im Spinalkanal und der damit verbundenen Quetschung der dort befindlichen Nerven.

Mein Zustand besserte sich nicht trotz aller notwendigen angewandten Mittel wie Physiotherapie, Massage, Medikamente und gutem Zureden. Ich blieb gelähmt und sehr unglücklich.

 

Nach drei Wochen erfolgloser Bemühungen verlegte man mich in eine dafür geeignete Reha-Klinik, wo ich während der nächsten drei Monate langsam, aber mit eisernem Willen wieder mit Rollator und Gehhilfen von A nach B laufen lernte.

Ich musste allerdings die ersten zwei Monate wegen der Lähmung und der nicht funktionierenden Körperfunktionen im Bett auf einer Gummimatte liegen, die dafür sorgte, dass sich hauptsächlich am       Rücken warzenähnliche Auswüchse bildeten. Beschweren nutzte nichts, es hieß: „Können sie später beim Hautarzt entfernen lassen.“

 

Ich kann wieder einigermaßen laufen, meine „Unebenheiten“ habe ich bei verschiedenen Hautärzten mit der Kürette herausschneiden lassen. Ja, es tat ziemlich weh trotz Betäubung.

 

Und nun kommt die Laserbehandlung: Schnell sicher und fast schmerzlos. Es tönt zwar laut „klack, klack, klack“ bei jedem Laserstoß, aber zu jeder Sitzung verschwinden eine Menge ungeliebter Auswüchse.

 

Es lebe die moderne Medizin mit ihren vielfachen Möglichkeiten, und sie wird es auch schaffen, Corona zu besiegen.

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