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Petra Ihm-Fahle: Gegen Influenza impfen

Stephanie Becker-Bösch und Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs Foto: Wetteraukreis
Stephanie Becker-Bösch und Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs Foto: Wetteraukreis

Ich warte auf die Impfung gegen Influenza, was wegen der hohen Nachfrage nicht ohne Weiteres klappt. Aktiv wurde ich, als vorgestern eine Pressemitteilung des Wetteraukreises auf meinem Rechner einging, wonach Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch appelliert, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Auf einem Foto verabreicht der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Reinhold Merbs, ihr die Impfung.  

 

„Mit dem Beginn der kühleren Jahreszeit steuern wir auf eine Grippesaison hin. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist es wichtiger denn je, sich vor den Gefahren einer Influenza zu schützen“, sagt die Gesundheitsdezernentin.

 

Oktober oder spätestens November

 

Die Impfung sollte ihren Worten zufolge vorzugsweise jetzt im Oktober oder spätestens im November durchgeführt werden. Nach der Impfung dauere es etwa zehn bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut habe.

 

Das Robert Koch-Institut empfehle insbesondere für alle Personen ab 60 Jahren, für Schwangere und Personen mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung infolge eines Grundleidens die Schutzimpfung gegen Influenza. Dies gelte auch für medizinisches Personal und Menschen, die auf ihrer Arbeit einen hohen Publikumsverkehr haben. 

 

"Wünsche mir hohe Impfquote"

 

Becker-Bösch: „Als Gesundheitsdezernentin wünsche ich mir eine hohe Impfquote gerade bei den Risikogruppen und vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Die saisonale Grippe verursacht ohnehin jedes Jahr Engpässe in den Krankenhäusern, insbesondere bei Intensivbetten und Beatmungsplätzen. Das gilt es unbedingt zu vermeiden, denn wenn Corona und die saisonale Grippe zusammenkommen, könnte es eng werden mit der optimalen Versorgung der Erkrankten."

 

Impfquote zurückgegangen

 

In den vergangenen Jahren sei die Impfquote bei älteren Menschen und bei solchen mit gesundheitlichen Einschränkungen immer weiter zurückgegangen. Becker-Bösch hofft, dass dies in diesem Jahr anders sein wird und die Menschen die Bedeutung der Impfung für die eigene Gesundheit erkennen.

 

Warteliste angeboten

 

"Stimmt, das wollte ich schon lange machen", dachte ich. Ich bin 58 und neige zu Reizhusten - Grippe muss ich wirklich nicht haben. Bereits seit letztem Jahr habe ich es vor, als ich über diese Krankheit schrieb und dabei auch Dr. Merbs interviewte. "Es ist so einfach - man kann es durch eine Impfung fast sicher verhindern", sagte er damals. 

 

Ich rief nun bei meiner Hausarztpraxis an, wo ich telefonisch nicht gleich durchkam. Daher schrieb ich eine E-Mail, verbunden mit der Bitte um einen Termin. 

 

Antwort: "Wir haben zurzeit leider keine Grippeimpfung, wir wissen auch nicht, ob wir noch welche bekommen. Wenn Sie möchten, setzten wir Sie auf die Warteliste."

 

Ich telefonierte zwei Apotheken an, um mir den Impfstoff dort zu besorgen - gleiches Resultat. "Wir haben keine Grippeimpfung, wissen nicht, wann wir noch etwas bekommen und wie viel", lautete der Tenor. Wegen der Corona-Pandemie sei die Nachfrage sehr groß - und im Übrigen bräuchte ich ein Rezept. Eine Apothekerin meinte, ich solle es bei anderen Arztpraxen probieren, doch ich nahm das Angebot meiner Hausärztin an und ließ mich auf die Warteliste setzen.

 

"Extrem große Menge bestellt"

 

Ich fragte bei Frau Becker-Bösch nach, ob sie mir dazu etwas sagen kann. Sie antwortete:

 

"Wie immer zu Beginn der Impfsaison ist der Impfstoff für die Grippeimpfung noch knapp. Aber wie bereits am Donnerstag und Freitag mehrfach durch den Bundesgesundheitsminister über die Medien mitgeteilt, wurde eine extrem große Menge Impfstoff für die Grippeimpfung durch die Bundesregierung bestellt und es darf, so den Aussagen des Bundesgesundheitsministers folgend, wohl davon ausgegangen werden, dass ab Anfang November der Impfstoff in dann auskömmlichen Mengen zur Verfügung stehen wird."

 

Ich bin gespannt und werde berichten. 

 

Ausführliche Informationen zur Influenza und der Grippeschutzimpfung gibt es im Internet auf den Seiten des Robert Koch-Institutes: www.rki.de

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Dagmar (Montag, 26 Oktober 2020 09:37)

    Viel Glück, liebe Petra! Es zeigt sich, dass der allgemeine Medien-Push - durch die Politik angestoßen - die Bevölkerung tatsächlich mobilisieren kann. Umso bedauerlicher, dass dieses Versprechen, es gäbe ausreichend Impfstoff, jetzt nicht eingelöst wird. Mal sehen, was bis November passiert und ob sich die Situation tatsächlich verbessert.
    Ich muss aber auch sagen: dadurch, dass wir jetzt die sozialen Kontakte minimieren (müssen), überall Maske tragen und ständig die Hände desinfizieren, sinkt das Grippe-Ansteck-Risiko auch von alleine extrem.

  • #2

    Petra (Montag, 26 Oktober 2020 11:29)

    Das stimmt, liebe Dagmar ;) Danke für den netten Kommentar.