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Valentina Dietrich: Das Gespenst

Foto: Valentina Dietrich
Foto: Valentina Dietrich

Obwohl Halloween noch 62 Tage entfernt ist, spukt es seit einigen Monaten in der Welt. Unsichtbar geistert etwas durch unser Leben, dass sich erst durch Krankheitsanzeichen äußert. Manche sagen, es ist nur eine Verschwörung, andere schützen sich mit Masken und Händedesinfektion. Ganz zu Beginn, als es sich vornehmlich in anderen Ländern ausbreitete, gruselte sich in Deutschland noch fast niemand. Bis es eines Tages mit einem hämischen Grinsen in ein Flugzeug stieg und sich vornahm, nun auch in Europa Schaden anzurichten.

 

 

Bald hatte sich der Poltergeist in vielen Häusern eingenistet und ließ sich meist erst nach 14 Tagen vertreiben. Das öffentliche Leben wurde komplett lahmgelegt, Geschäfte und Schulen geschlossen. Wer trotzdem aus dem Haus musste, meinte, es z. B. an der Haltestange in einer U-Bahn gesehen zu haben.

 

 

Doch es kamen auch schlechte Zeiten auf den gruseligen Mitbürger zu. Zwischen Ende Mai und Mitte Juli schien es fast, als sei der ganze Spuk vorüber. Maßnahmen wurden gelockert, die Menschen fuhren wieder in den Urlaub nach Spanien und Kroatien, feierten wilde Partys und wurden mit der Zeit leichtsinnig. Das Böse hatte die ganze Zeit im Dunklen ausgeharrt bis sich diese Chance ergab, noch mal so richtig Vollgas zu geben. Binnen kürzester Zeit stiegen die Zahlen der Menschen, die dem Gespenst begegnet waren, rasant in die Höhe und selbst Jens „Ghostbuster“ Spahn wusste sich keinen Rat mehr.

 

 

Seit einigen Wochen gibt es in Deutschland wieder einen normalen Schulbetrieb, doch immer wieder müssen einzelne Klassen oder ganze Schulen in Quarantäne. Wenn sich also eine Klassentür von ganz alleine öffnet und wieder schließt, so wird das Gespenst wohl gerade unterwegs sein.

 

 

 

 

Quellen:

 

https://www.pnp.de/nachrichten/bayern/Maerz-bis-Mai-So-haben-sich-die-Corona-Zahlen-in-der-Region-entwickelt-3696712.html

 

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