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Valentina Dietrich: Die Busfahrt

Foto: Valentina Dietrich
Foto: Valentina Dietrich

Die Schule hat wieder begonnen und damit hat mich der ganz normale Wahnsinn des Alltags wieder. Dazu gehört neben dem frühen Aufstehen und den Hausaufgaben auch das Busfahren. Um kurz nach sieben stelle ich mich mit ein paar anderen an der Bushaltestelle in unserem Ort auf und warte, bis besagter angerollt kommt. Leider ist der Erste völlig überfüllt, sodass ich lieber auf den Nächsten warte. Schließlich will ich versuchen, den Corona Abstand von 1,5 Metern zu wahren. Ob das wohl klappen wird?

 

 

In den nächsten Bus steige ich ein und bin erleichtert, dass er nicht so voll ist. Alle tragen brav ihre Masken. Zugegeben graut es mir etwas vor dem Gedanken, wie viele Viren ich mit dem Angreifen der Haltestange aufgenommen habe. Am Friedberger Bahnhof steige ich um. Der nächste Bus ist etwas voller, jedoch bekomme ich das Privileg eines Einzelsitzplatzes, was garantiert, dass sich niemand neben mich setzt.

 

 

Die Freude darüber währt dennoch nur kurz, denn nach drei Stationen ist der Bus plötzlich proppenvoll. Es scheint, als hätte es gar kein Corona und keinen Lockdown gegeben.

 

 

Nach dreißig Minuten steige ich mit der Hoffnung, dass niemand mit dem Virus infiziert war und einem mulmigen Gefühl aus. Man könnte vielleicht in naher Zukunft mehr Fahrzeuge zu den Stoßzeiten einsetzen. Vorerst muss ich aber weiterhin mit vollen Bussen rechnen.

 

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