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Rita H. Greve - Corona - Ahoi!

Foto: Rita H. Greve

 

Ich habe Mascha Kalekos Zeilen aus ihrem Gedicht „Rezept“ beim Wort genommen, meine Ängste und die Angst vor den Ängsten fortgejagt und bin zu meinem Sohn und seiner Familie nach Bayern gefahren. Es war einfach pure Freude, nach sehr langer Zeit endlich einmal alle wiederzusehen und auch Zeit mit den Enkelkindern zu verbringen.

 

Fünf Tage ohne Fernsehen, ohne irgendwelche Schreckensnachrichten, ohne die täglichen Updates der Infektionszahlen – eine Wohltat.

Wir haben gemeinsam gekocht, gegessen, gelacht, bei schönstem Sommerwetter im Garten gesessen und die Seele baumeln lassen. Es hat so gut getan ...

 

Der schönste Tag aber war mein Geburtstag.

Einen Tag lang mit der ganzen Familie auf dem Ammersee segeln, – ein wunderbares Geschenk. Dazu Sommerwetter wie aus dem Bilderbuch.

Mein Sohn – frischgebackener Skipper – hatte ein Boot gechartert. Im Seemannsgang schleppten wir Proviant und alles, was man so braucht für einen ganzen Tag über den schwankenden Steg, der nur mit Mundschutz betreten werden durfte, an Bord. Dann wurde aufgeriggt, der Wind fuhr in die Segel und wir legten ab. Ein wunderbares Gefühl, auf dem See dahinzugleiten – das Alpenpanorama immer im Blick ...

 

Meine beiden Enkelsöhne waren die perfekten Matrosen und befolgten die Befehle des Skippers: "Klar zur Wende -  Ree  -  über die Fock" gekonnt. Ab und an wurde mitten auf dem See beigedreht, die Schiffsleiter heruntergelassen, und wer wollte, sprang in den See.

Es war einfach herrlich – und Corona ganz weit weg!

 

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