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Sigrun Miller: Weißt du noch?

Foto: Petra Ihm-Fahle
Foto: Petra Ihm-Fahle

Am Anfang hielten wir sie für eine absolut unglaubwürdige Nachricht, ja, sogar für eine Ente aus dem Land der Mitte, die in ein paar Tagen der Vergessenheit oder bald ganz bestimmt in die Märchenbücher gehörte. Wenn man Freunde traf, dauerte es nicht lange, bis sich die Unterhaltung auf dieses unsägliche Virus erstreckte. Als sich nach nicht allzu langer Zeit die Zahlen der Erkrankten und schließlich die der Verstorbenen in schwindelnde Höhen erhoben und die Geschehnisse nicht mehr ins Reich der Fabel abgetan werden konnten, erkannte man das Ausmaß von ... 

 

... ja, das Wort hieß CORONA.

 

Wissenschaftler überboten sich über unsere Zukunftsaussichten, welche Blutgruppen welchen überlegen waren, welche Klimazonen positive Lebenschancen versprachen und welche Gesichtsmasken für welche Supermärkte besser geeignet waren.

 

Nun sind fünf Jahre vergangen, die Schutzkleidung ist modischer geworden, im Fernsehen gibt es zwei Kochshows, deren Rezepte vor Corona schützen sollen.

Mein Hausarzt hat mir geraten, nicht so oft über die Vergangenheit (oder die Zukunft?) nachzudenken, dann würde ich auch nicht an Kopfschmerzen leiden, die durch Viren ausgelöst würden, die bekanntlich mit billigen Autobatterien und gegrillten Fledermausflügeln eingeführt werden.

 

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