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Sigrun Miller: Von der Großstadt aufs Land

Symbolbild: Petra Ihm-Fahle
Symbolbild: Petra Ihm-Fahle

Meine jüngere Tochter lebt zur Zeit in Berlin. Sie hat mich am letzten Wochenende besucht. Natürlich verließ sie den Bad Nauheimer Bahnhof mit der obligatorischen Gesichtsmaske und rief  schon von Weitem: „Leider kann ich dich nicht umarmen. Du weißt ja, CORONA.“ Im Auto sitzt man dicht nebeneinander, quasi zehn Zentimeter voneinander entfernt, aber mit Maske.

 

Wir mussten beide vorsichtig lachen. Wir haben uns dann abends ein schönes Essen in einem Restaurant gegönnt, wo man draußen (Corona) mit Abstand sitzen konnte. Meine Tochter erzählte mir  von Berlin, ihrer Arbeit und dass im öffentlichen Leben ohne Maske gar nichts geht. Sie wunderte sich, wie dagegen hier - auf dem Land - die Maskenpflicht locker gehandhabt wurde: Kleine Geschäfte, ja ... mit Maske. Straßen, Cafés, Eisdielen, Märkte: Es geht auch ohne ... und, juhu, wir leben noch.

                             

Später nach Hause, Nachrichten gucken und auf der Terrasse ein bisschen den ländlichen Vögelchen zuhören. Wir diskutierten die Nachrichten, die wir soeben gehört hatten: Im Süden der USA hat ein Staat in den letzten Tagen in Europa, speziell in Deutschland, sämtliche Vorräte an REMDESIVIR, es wurde ausdrücklich betont, „sämtliche“ Vorräte, aufgekauft. Frau Merkel hatte ja vor kurzer Zeit darauf hingewiesen, dass alle Erfolge im Kampf gegen die Pandemie weltweit geteilt, bzw. für alle schwer betroffenen Länder zugänglich gemacht würden. Ich nehme an, sie wurde missverstanden, und für unsere Freunde im TRUMPland gilt: „Raffen, so schnell, so viel und wo immer es geht. Hauptsache wir sind versorgt.“

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