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Sigrun Miller: Entwicklung bei Covid 19

Bild: AnnaliseArt bei Pixabay
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Sandra:

Immer noch schwach, aber überglücklich über jeden noch so kleinen Fortschritt wie diesen hier:  Ausgang. Am Arm ihres Mannes, mit Abstand zu möglichen Begegnungen, ein kleiner Spaziergang in vertrauter Umgebung. Ich nehme an, dass eines der Hauptfächer an den Schwesternschulen im COVID 19 Zeitalter das Fach „Geduld“ ist. Es bestehen berechtigte Zweifel, dass das ein Beruf für mich wäre. Allerdings erfordern ungewohnte Entwicklungen natürlich außergewöhnliche Einsätze.

 

Neuesten Forschungsergebnissen zufolge sind bestimmte Blutgruppen für eine Ansteckung mit COVID 19 anfälliger als andere. Als ich Ende der sechziger Jahre zwölf Monate in den USA lebte, hörte ich eines Tages im Rundfunk den dringenden Aufruf nach einem Spender für eine seltene Blutgruppe für eine lebensrettende Maßnahme. Ich überlegte zu lange, weil ich dafür infrage kam, aber da ich erstens eine kleine Tochter hatte und mich zweitens als Ausländerin unsicher fühlte, ließ ich diese Gelegenheit ungenutzt vorübergehen.

Eine Stunde später hörte ich den Radiosprecher über den positiven Ausgang dieses Problems berichten. Nun hoffe ich natürlich, dass die seltene Blutgruppe mich von allen Möglichkeiten einer Infektion fernhält. Und ich freue mich immer wieder, aus dem näheren Bekanntenkreis von infizierten und genesenen Patienten zu hören, die mit größeren oder kleineren medizinischen Problemen davonkamen.

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