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Petra Ihm-Fahle: Bäder dürfen wieder öffnen

Foto: Petra Ihm-Fahle
Foto: Petra Ihm-Fahle

Ich hatte den Auftrag, für den Kreis-Anzeiger über die Situation der Bäder in Nidda zu schreiben. Was mir vorgestern dazu noch fehlte, war ein Foto. Daher fuhr ich nach Nidda, um das alte Hallenbad zu fotografieren, das schon länger geschlossen hat. Als ich auf den Parkplatz fuhr, sah ich Menschen hinter den Scheiben. Es waren der Schwimmmeister und sein Team, die gerade den Hygiene-Plan für die Öffnung des angrenzenden Freibads am morgigen Montag besprachen.   

 

Ich fragte, ob ich eintreten darf, um ein Foto zu machen, worauf mich der Bademeister freundlich auf das Freigelände führte. Herrlich! Das Wasser glitzerte blau in den Becken, ich wäre am liebsten hineingestiegen. Ich sah mich schon in Badesachen, tropfnass und sportlich.

 

Eine Erinnerung an unbeschwertere Zeiten als die aktuellen, in denen ich Sorgen um meine Mutter habe. Sie hatte einen Schlaganfall und die Corona-Krise erschwert Dinge, die sowieso schon sehr schwer sind. Denn Pflegeheime müssen die Quarantäne-Bestimmungen und strenge Besuchsregeln einhalten, was zwar Ansteckungen verhindert, für die Senioren in seelischer Hinsicht aber sehr unschön ist.

 

Ob ich Zeit zum Schwimmen habe, weiß ich daher nicht, allein aufgrund der Wege. Denn nicht alle Bäder sind so früh dran wie Nidda. Seit zwei Wochen ist das Wasser dort bereits in den Becken, um nach dem "Go" der Hessischen Regierung sofort startbereit zu sein. 

 

Ich frage mich, ob Schwimmen in der Coronakrise etwas für mich ist. Im Wasser nervt es mich auch ohne Viren-Alarm, wenn mir Leute zu nah kommen, weil sie in derselben Bahn schwimmen.

 

Ein bisschen Sport täte aber gut, denn der Corona-Speck muss weg. Bei meinem Termin in Nidda hatte ich die sportive Bewegung denn auch gleich, denn der Bademeister bot an, dass ich fürs Fotografieren aufs Dreimeter-Brett klettere. Nebenbei entstand dieses Selfie. 

 

Doch - ich denke, dass ich hingehe. Die kleine Stippvisite hat mich wieder auf den Geschmack gebracht. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Christa (Sonntag, 14 Juni 2020 09:00)

    Die Coronazeit war bisher die konstant sporlichste der letzten Jahre. �