Claudia Biedenkapp und Antje Lilienthal: Warten auf den Impfstoff

Foto: Günther Biedenkapp
Foto: Günther Biedenkapp

Eine lose Gesprächsfolge

 Futura 1 - Liebe

 

 Prost Antje! – Prost Claudia!

 

Gar nicht auszudenken, welche Probleme noch auf uns zukommen, wenn man in absehbarer Zeit keinen verlässlichen Impfstoff gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 findet!

 

Claudia: Paare werden sich getrennt haben, weil sie die Nähe nicht mehr ausgehalten haben.

Antje: Manche werden sich aber auch gefunden haben, fragt sich nur wie?

 

Claudia: Ach, im modernen Zeitalter gibt es doch viele Möglichkeiten... Unseren Shutdown-Blog zum Beispiel! Man könnte die Kontaktmöglichkeiten noch ausbauen.

Antje: Gute Idee. Aber wie kann Liebe trotz der Bedrohung durch das Virus in neuen Beziehungen funktionieren?

 

Claudia: Die Menschen werden eben ihre Art von Liebe neu definieren.

 

Antje: Du meinst, man denkt mehr nach über Abstand oder Zärtlichkeit? Das wird problematisch. Stell Dir vor, bei der nächsten Epidemiewelle spricht die deutsche Politik ein Berührungs- oder ein Kussverbot in der Öffentlichkeit aus!

 

Claudia: Vorstellbar wär‘s: Der österreichische Gesundheitsminister Rudi Anschober hatte ja bereits Anfang Mai ein prinzipielles Kussverbot angedeutet. Über kurz oder lang mögen sich die Paare gar nicht mehr küssen.

 

Antje: Aber man weiß doch, dass Menschen ohne Berührung nicht leben können. Bei jeder Umarmung schüttet der Körper Oxytocin aus. Das ist gut gegen Stress und hohen Blutdruck. Das Immunsystem wird gestärkt und man ist weniger anfällig für Erkältungsviren. Fakt ist, ohne Körperkontakt werden wir verkümmern.

 

Claudia: Keine Sorge, die Lösung des Problems soll im zweiten Halbjahr 2020 auf den Markt kommen.

Antje: Die Lösung?

 

Claudia: Ja: Teslasuit-Gloves.

 Antje: Was ist denn das?

 

Claudia: Noch nie etwas von Virtual-Reality gehört? Viele Gamer besitzen schon einen Teslasuit.

Antje: Äh...

Claudia: Es geht um einen haptischen VR-Handschuh, der virtuelle Welten fühlbar und Berührungen spürbar machen soll. Allerdings sind Riechen und Schmecken noch immer Zukunftsmusik. Man kann eben (noch) nicht alles haben.

 

Antje: Und was soll so ein Handschuh kosten?

Claudia: Man munkelt 5000 $. Natürlich braucht man auch noch ein Virtual-Reality-Headset, damit die Partner sich sehen und interagieren können. Das gibt‘s bei Amazon schon für 40 Euro.

Interesse?

 

Antje: Wenn die Menschen sich für den Körperkontakt in Virtuellen Welten entscheiden, müssen wir aber lange auf Babys warten.

Claudia: Keine Sorge, auch das ist kein Problem. Es gibt doch die künstliche Befruchtung. Sie wird durch das Corona-Virus einen Aufschwung erhalten.

 

Antje: Wie dem auch sei, Kinder werden weiterhin geboren.

Claudia:Stell dir vor, auf den Philippinen wurde ein Baby auf den Namen Covid-Marie getauft.

Antje: Das arme Baby!

Claudia: Seinen Namen zu ändern, dürfte wohl auch dort eines der geringeren Probleme sein.

 

 Prost Antje! - Prost Claudia! – Auf die virtuelle Liebe!

 

 

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