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Sigrun Miller: "Hi" und "Salut"

Bild: Petra Ihm-Fahle
Bild: Petra Ihm-Fahle

 

Neulich fand ich eine unbekannte Telefonnummer in meiner Sprachbox. Mehr unbewusst als mit Kenntnis über den Empfänger drückte ich auf den Rückrufknopf und freute mich, als sich eine frühere Kollegin meldete. Sie lebt in London-Heathrow. Wir hatten länger nicht miteinander gesprochen. 

"Irene, wie schön von Dir zu hören. Wie kommst Du mit der Pandemie zurecht?“, sagte ich.

"Oh, danke für den Rückruf! Ich wollte das gleiche von Dir wissen. Uns geht es allen gut, meinen Töchtern und ihren Familien auch." Niemand gehe ohne Maske aus dem Haus, Irene bleibe sowieso immer daheim. "Graham kauft ein, was ich ihm auf eine Liste schreibe und auf dem Weg von der Arbeit bringt er alles mit“, fuhr sie fort.

Mit anderen Worten: Sie versteckt sich vor der englischen Pandemie so wie wir vor der deutschen.

Wir versprachen uns gegenseitig, in Zukunft häufiger Kontakt zu halten und verabschiedeten uns mit einem guten Gefühl.

 

In Gedanken war ich schon bei meiner Freundin in Frankreich, um ihr die gleichen Fragen zu stellen: "Hallo, Aline, dies ist ein Pandemie-Anruf aus Deutschland. Ich hoffe, du bist bei guter Gesundheit.“ 

"Na ja, abgesehen von meinen bekannten Gebrechen geht es mir gut." Sie bleibe zu Hause. "Und sollte ich Platzangst bekommen und mich ein wenig von daheim entfernen, hüte ich Nase und Mund mit der üblichen Maske. Christian kauft für mich ein, obwohl er ja wieder zum Bürgermeister gewählt wurde und eigentlich gar keine Zeit hat." Ihren Kindern und Enkeln gehe es gut, sie warnten Aline immer: "Sprich mit niemandem ohne Maske. Wenn Du zum Arzt oder zur Apotheke musst, zieh dir was vors Gesicht. Wir sehen uns im Sommer im Süden.“

Ich freue mich, dass sie anscheinend alles im Griff hat und wünsche ihr weiterhin alles Gute.

Soweit meine positiven Kontakte mit den Freundinnen in England und Frankreich.

 

Morgen probiere ich es bei meinen Freunden in Holland. 

 

 

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