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Sigrun Miller: Zum letzten Mal "Corona"

Foto: Petra Ihm-Fahle
Foto: Petra Ihm-Fahle

Sind Sie auch das Wort Corona so unendlich leid? Es erscheint 10- bis 20-mal im Text oder als Überschrift in unserer Tageszeitung, bei einem Bummel vorbei an einem Kiosk, oder es springt dich im Lebensmittelmarkt am Zeitschriftenstand an: ob Abteilung "Der letzte Schrei aus Paris", Sportmagazine, Handarbeitshefte oder Kochrezepthilfen, von den neuesten Einrichtungsblättern ganz zu schweigen. 

 

Ich habe beschlossen, dieses Wort ab sofort nicht mehr zu benutzen. Weder schriftlich noch mündlich.

 

Ja, ich nehme jetzt für entsprechende Themen den Begriff Covid-19 in Anspruch. Das macht was her und täuscht Kenntnisse der Materie vor.

 

Natürlich habe ich keinerlei Virus-Kenntnisse, obwohl ich eigentlich ein sogenannter Hochrisiko-Patient bin. Aber wer ist das in unserem Alter nicht!?

 

Wenn mich jemand beobachtet, wie ich morgens zum Frühstück eine Handvoll Tabletten einwerfe, wird er einen großen Bogen um mich machen.

 

Aber dann gehe ich auf meine Terrasse, schaue in meinen Garten, freue mich über die blühenden Apfel-, Kirsch- und Pflaumenbäume, höre meiner Amsel zu, im Gras leuchten die Veilchen und Schlüsselblumen mit den Gänseblümchen um die Wette, und ich ... pfeife auf Coro... Halt! Covid-19. 

 

Sigrun Miller  

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